Andacht am Sonntagmorgen – 19. April

Gottesdienst – gemeinsam, aber daheim

Am Sonntag um 10 Uhr werden in ganz Nürnberg die Glocken läuten  – wie zum Gottesdienst. Sie aber sollen wissen, dass wir uns nicht in der Kirche versammeln, sondern dass wir gemeinsam – aber jeder und jede zu Hause – miteinander und füreinander beten.

Wenn Sie mögen, finden Sie hier eine kleine Andacht dazu. Sie können auch die Sonntagsgedanken dabei lesen.

Vorspruch

Im Namen Gottes des Vaters , des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Die Nacht ist vergangen, ein neuer Tag hat begonnen. Lasst uns wachen und nüchtern sein und abtun, was uns träge macht, dass wir ihn preisen, unseren Gott, mit unserem Leben vom ersten Morgenlied an bis zur Ruhe der Nacht.

Lied EG 108 Mit Freuden zart

oder ein anderes Lied Ihrer Wahl

1) Mit Freuden zart zu dieser Fahrt
lasst uns zugleich fröhlich singen,
beid, Groß und Klein, von Herzen rein
mit hellem Ton frei erklingen.
Das ewig Heil wird uns zuteil,
denn Jesus Christ erstanden ist,
welchs er lässt reichlich verkünden.

2) Er ist der Erst, der stark und fest
all unsre Feind hat bezwungen
und durch den Tod als wahrer Gott
zum neuen Leben gedrungen,
auch seiner Schar verheißen klar
durch sein rein Wort, zur Himmelspfort
desgleichen Sieg zu erlangen.

3) Singt Lob und Dank mit freiem Klang
unserm Herrn zu allen Zeiten
und tut sein Ehr je mehr und mehr
mit Wort und Tat weit ausbreiten:
So wird es uns aus Lieb und Gunst
nach unserm Tod, frei aller Not
zur ewigen Freud geleiten.

Psalm 116, 1-9

1 Das ist mir lieb, dass der Herr meine Stimme und mein Flehen hört.
2 Denn er neigt sein Ohr zu mir; darum will ich mein Leben lang ihn anrufen.
3 Stricke des Todes hatten mich umfangen, des Totenreichs Schrecken hatten mich getroffen; ich kam in Jammer und Not.
4 Aber ich rief an den Namen des Herrn: Ach, Herr, errette mich!
5 Der Herr ist gnädig und gerecht, und unser Gott ist barmherzig.
6 Der Herr behütet die Unmündigen; wenn ich schwach bin, so hilft er mir.
7 Sei nun wieder zufrieden, meine Seele; denn der Herr tut dir Gutes.
8 Denn du hast meine Seele vom Tode errettet, mein Auge von den Tränen, meine Fuß vom Gleiten.
9 Ich werde wandeln vor dem Herrn im Lande der Lebedingen.
Ehre sei dem Vaters und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen 

Lesung – Predigttext des Sonntags – Jesaja 40,26-31

26 Hebt eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat all dies erschaffen? Er führt ihr Heer vollzählig heraus und ruft sie alle mit Namen; seine Macht und starke Kraft ist so groß, dass nicht eins von ihnen fehlt.
27 Warum sprichst du denn, Jakob, und du, Israel, sagst: „Mein Weg ist dem Herrn verborgen, und mein recht geht an meinem Gott vorüber“?
28 Weißt du nicht? Hast du nicht gehört? Der Herr, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt, sein Verstand ist unausforschlich.
29 Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden.
30 Jünglinge werden müde und matt, und Männer straucheln und fallen;
31 aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.

Stille

Evtl. Lesen der Sonntagsgedanken

Gebet

Unser Gott, du Gott der Freude,
wir bitten dich für alle, die auf deine Verheißung, dass der Tod überwunden ist, vertrauen:
Hilf, dass ihre Hoffnung nicht nachlässt und gib ihnen die Kraft, trotz aller Unfassbarkeit die österliche Freude weiterzugeben.
Unser Gott, du Gott des Lebens,
wir bitten dich für alle Menschen, die Verantwortung tragen in Staat und Gesellschaft.
Gib, dass sie so entscheiden und handeln, dass alle Menschen ihr Leben trotz der momentanen Beschränkungen erhalten und gut gestalten können.
Unser Gott, du Gott der Hoffnung,
wir bitten dich für alle Menschen, die der Mut und die Hoffnung verlässt:
Lass diejenigen, die vom Tod umgriffen werden, deine Gegenwart spüren.
Schenke denen, die von Leben enttäuscht sind, deinen Trost.
Gib all jenen, deren Leben von Not, Elend und Gewalt überschattet ist, Menschen zur Seite, die helfen können.
Nimm denjenigen, die einsam sind und sich ohne Ausweg fühlen, die Verzweiflung durch deine Nähe.
Unser Gott, du Gott des Lebens, in der Stille bringen wir vor dich, was uns ganz persönlich leiden macht, uns die Hoffnung nimmt, aber auch was uns dankbar werden lässt:

                               STILLE

All unser Bitten legen wir in das Gebet, das uns dein Sohn gelehrt hat und beten mit der ganzen Christenheit: 

Vater unser

Lied  EG 608 Nun freut euch hier und überall

oder ein anderes Lied Ihrer Wahl

1) Nun freut euch hier und überall,
Ihr Christen, lieben Brüder!
Das Heil, das durch den Todesfall
Gesunken, stehet wieder.
Des Lebens Leben lebet noch,
Sein Arm hat aller Feinde Joch
Mit aller Macht zerbrochen.

2) Die Morgenröte war noch nicht
Mit ihrem Licht vorhanden,
Und siehe, da war schon das Licht,
Das ewig leucht‘, erstanden;
Die Sonne war noch nicht erwacht,
Da wacht und ging in voller Macht
Die unerschaffne Sonne.

3) Ich will von Sünden auferstehn,
wie du vom Grab aufstehst,
ich will zum anderen Leben gehen,
wie du zum Himmel gehest.
Dies Leben ist doch lauter Tod,
drum komm und reiß aus aller Not
uns in das rechte Leben.

Segen

Es segne und behüte uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.