Andacht am Sonntagmorgen – 26. April

Gottesdienst – gemeinsam, aber daheim

Am Sonntag um 10 Uhr werden in ganz Nürnberg die Glocken läuten  – wie zum Gottesdienst. Sie aber sollen wissen, dass wir uns nicht in der Kirche versammeln, sondern dass wir gemeinsam – aber jeder und jede zu Hause – miteinander und füreinander beten.

Wenn Sie mögen, finden Sie hier eine kleine Andacht dazu. Sie können auch die Sonntagsgedanken dabei lesen oder hören.

Vorspruch

Im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Wochenspruch: „Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.“ Joh 10, 27–28a

Lied EG 444, Die güldene Sonne bringt Leben und Wonne

 oder ein anderes Lied Ihrer Wahl

1) Die güldene Sonne bringt Leben und Wonne,
die Finsternis weicht.
Der Morgen sich zeiget, die Röte aufsteiget,
der Monde verbleicht.

2) Nun wollen wir loben den Höchsten dort oben,
dass er uns die Nacht
hat wollen behüten vor Schrecken und Wüten
der höllischen Macht.

3) Kommt, lasset uns singen, die Stimmen erschwingen,
zu danken dem Herrn.
Ei bittet und flehet, dass er uns beistehet
und weiche nicht fern.

4) Es sei ihm gegeben mein Leben und Streben,
mein Gehen und Stehn.
Er gebe mir Gaben zu meinem Vorhaben,
lass richtig mich gehen.

Psalm 23

Der HERR ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße
um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.

Du bereitest vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl
und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit
werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben
im Hause des HERRN immerdar.

Lesung: Predigttext des Sonntags, 1. Petr 2, 21–25

21 Denn dazu seid ihr berufen, da auch Christus gelitten hat für euch und euch ein Vorbild hinterlassen, dass ihr sollt nachfolgen seinen Fußstapfen;
22 er, der keine Sünde getan hat und in dessen Mund sich kein Betrug fand;
23 der, als er geschmäht wurde, die Schmähung nicht erwiderte, nicht drohte, als er litt, es aber dem anheimstellte, der gerecht richtet;
24 der unsre Sünden selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr heil geworden.
25 Denn ihr wart wie irrende Schafe; aber ihr seid nun umgekehrt zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen.

Stille

Evtl. Lesen oder Hören der Sonntagsgedanken

Gebet

Jesus Christus, du guter Hirte,
du hast dein Leben preisgegeben.
Du bist auferstanden.

Wir bitten dich für die Menschen in Not.
Du siehst die Kranken leiden,
die Trauernden weinen,
die Einsamen verzweifeln,
die Überforderten aufgeben.
Rühre sie an.
Deine Stimme schenke ihnen neues Leben und Kraft.

Jesus Christus, du guter Hirte,
du hast dein Leben preisgegeben.
Du bist auferstanden.

Wir bitten dich für die Menschen, die Verantwortung für Andere tragen.
Gleich, ob die Verantwortung einem oder tausenden gilt:
Du siehst die Last,
du siehst die Herausforderung,
du siehst die Gefahren.
Rühr sie an.
Deine Stimme schenke ihnen Kraft und den Sinn nach Besonnenheit, Gerechtigkeit und Liebe.

Jesus Christus, du guter Hirte,
erbarme dich.

All unser Bitten legen wir in das Gebet, das uns dein Sohn gelehrt hat und beten mit der ganzen Christenheit in Verbundenheit:              

Vater unser

Lied EG 274 Der Herr ist mein getreuer Hirt

oder ein anderes Lied Ihrer Wahl

1. Der Herr ist mein getreuer Hirt,
hält mich in seiner Hute,
darin mir gar nicht mangeln wird
jemals an einem Gute.
Er weidet mich ohn Unterlass,
da aufwächst das wohlschmeckend Gras
seines heilsamen Wortes.

2. Zum reinen Wasser er mich weist,
das mich erquickt so gute,
das ist sein werter Heilger Geist,
der mich macht wohlgemute;
er führet mich auf rechter Straß
in seim Gebot ohn Unterlass
um seines Namens willen.

3 Ob ich wandert im finstern Tal,
fürcht ich doch kein Unglücke in Leid,
Verfolgung und Trübsal, in dieser Welte Tücke:
denn du bist bei mir stetiglich,
dein Stab und Stecken trösten mich,
auf dein Wort ich mich lasse.

4. Du b’reitest vor mir einen Tisch
vor mein‘ Feind‘ allenthalben,
machst mein Herz unverzaget frisch;
mein Haupt tust du mir salben mit deinem Geist,
der Freuden Öl, und schenkest voll ein meiner Seel
deiner geistlichen Freuden.

5 Gutes und viel Barmherzigkeit
folgen mir nach im Leben,
und ich werd bleiben allezeit
im Haus des Herren eben auf Erd in der christlichen G’mein,
und nach dem Tode werd ich sein
bei Christus, meinem Herren.

Segen

Es segne und behüte uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Segenslied

Der Herr segne dich,  behüte dich,
lasse sein Angesicht leuchten über dir
und der Herr sei dir gnädig!
Er erhebe sein Angesicht über dich
und erfülle dein Herz mit seinem Licht,
tiefer Friede begleite dich.

Ob du ausgehst oder heimkommst,
ob du wach bist oder schläfst,
sei gesegnet und gestärkt durch Seinen Geist.
Ob du in das Tal hinab schaust oder
Berge vor dir steh´n,
mögest du den nächsten Schritt in Seinem Segen geh`n!

Ob die Menschen, die du liebst,
dies erwidern oder nicht,
sei ein Segen durch die Gnade deines Herrn.
Ob die Träume, die du träumtest,
noch verheißungsvoll besteheh´n
oder längst schon nicht mehr für dich wie ein Traum ausseh´n.

Ihre Diakonin Sonja Lichteneber