Andacht am Sonntagmorgen – 22. März

Gottesdienst – gemeinsam, aber daheim

Am Sonntag um 10 Uhr werden in ganz Nürnberg die Glocken läuten  – wie zum Gottesdienst. Sie aber sollen wissen, dass wir uns nicht in der Kirche versammeln, sondern dass wir gemeinsam – aber jeder und jede zu Hause – miteinander und füreinander beten.

Wenn Sie mögen, finden Sie hier eine kleine Andacht dazu. Sie können auch die Sonntagsgedanken dabei lesen.

 

Andacht am Sonntagmorgen

Vorspruch

Im Namen Gottes des Vaters , des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Die Nacht ist vergangen, ein neuer Tag hat begonnen. Lasst uns wachen und nüchtern sein und abtun, was uns träge macht, dass wir ihn preisen, unseren Gott, mit unserem Leben vom ersten Morgenlied an bis zur Ruhe der Nacht.

Morgenlied EG 455 Morgenlicht leuchtet oder ein anderes Lied Ihrer Wahl

1) Morgenlicht leuchtet, rein wie am Anfang.
Frühlied der Amsel, Schöpferlob klingt.
Dank für die Lieder, Dank für den Morgen,
Dank für das Wort, dem beides entspringt.

2) Sanft fallen Tropfen, sonnendurchleuchtet.
So lag auf erstem Gras erster Tau.
Dank für die Spuren Gottes im Garten,
grünende Frische, vollkommnes Blau.

3) Mein ist die Sonne, mein ist der Morgen,
Glanz, der zu mir aus Eden aufbricht!
Dank überschwenglich, Dank Gott am Morgen!
Wiedererschaffen grüßt uns sein Licht!

Psalm 84,2-13

2 Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR Zebaoth!
3 Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des HERRN;
mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott.
4 Der Vogel hat ein Haus gefunden
und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen –
deine Altäre, HERR Zebaoth, mein König und mein Gott.
5 Wohl denen, die in deinem Hause wohnen;
die loben dich immerdar.
6 Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten
und von Herzen dir nachwandeln!
7 Wenn sie durchs dürre Tal ziehen,
wird es ihnen zum Quellgrund,
und Frühregen hüllt es in Segen.
8 Sie gehen von einer Kraft zur andern
und schauen den wahren Gott in Zion.
9 HERR, Gott Zebaoth, höre mein Gebet;
vernimm es, Gott Jakobs! SELA.
10 Gott, unser Schild, schaue doch;
sieh an das Antlitz deines Gesalbten!
11 Denn ein Tag in deinen Vorhöfen
ist besser als sonst tausend.
Ich will lieber die Tür hüten in meines Gottes Hause
als wohnen in den Zelten der Frevler.
12 Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild;
der HERR gibt Gnade und Ehre.
Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.
13 HERR Zebaoth, wohl dem Menschen,
der sich auf dich verlässt!

Lesung – Predigttext des Sonntags – Jesaja 66,10-14

10 Freuet euch mit Jerusalem und seid fröhlich über die Stadt, alle, die ihr sie lieb habt! Freuet euch mit ihr, alle, die ihr über sie traurig gewesen seid.
11 Denn nun dürft ihr saugen und euch satt trinken an den Brüsten ihres Trostes; denn nun dürft ihr reichlich trinken und euch erfreuen an ihrer vollen Mutterbrust.
12 Denn so spricht der HERR: Siehe, ich breite aus bei ihr den Frieden wie einen Strom und den Reichtum der Völker wie einen überströmenden Bach. Da werdet ihr saugen, auf dem Arm wird man euch tragen und auf den Knien euch liebkosen.
13 Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet; ja, ihr sollt an Jerusalem getröstet werden.
14 Ihr werdet’s sehen und euer Herz wird sich freuen, und euer Gebein soll grünen wie Gras. Dann wird man erkennen die Hand des HERRN an seinen Knechten und den Zorn an seinen Feinden.

Stille

Evtl. Lesen der Sonntagsgedanken

Gebet

Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
so werden wir / werde ich gleich singen
Allein und mit schwacher Stimme –
Getrennt von den anderen, die mir jetzt so wichtig wären.
Und doch lässt du uns nicht allein.
Erbarme dich.

Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
wir singen/ ich singe es bangen Herzens,
in Sorge um die Kranken –
dass gerade sie nicht allein sein müssen.
Wir singen/ Ich singe es bangen Herzens,
in Trauer um geliebte Menschen –
Sei du ihr Tröster in der Ewigkeit – und unserer hier.
Komm – und erbarme dich.

Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
Wir singen/ ich singe es
und bitten um Schutz und Schirm für alle
die pflegen,
die forschen,
die retten.
Wir singen/ Ich singe es
und bitte/n um Frieden
in unserem Land und dieser hochgefährdeten Welt
Erbarme dich.

Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
Allein und in dir verbunden singen wir.
Wir singen und loben dich.
Wir singen und beten mit vielen anderen.
Wir singen und hoffen für alle, die Angst haben, und für die, um die wir Angst haben,
Dir vertrauen wir uns an mit allem, was uns das Herz schwer macht in dieser Zeit
heute, morgen und jeden neuen Tag.

Mit der ganzen Christenheit auf Erden wollen wir / will ich einstimmen in das Gebet Deines Sohnes:

Vater unser

Lied  EG 171 Bewahre uns, Gott oder ein anderes Lied Ihrer Wahl

1) Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
sei mit uns auf unsern Wegen.
Sei Quelle und Brot in Wüstennot,
sei um uns mit deinem Segen,

2) Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
sei mit uns in allem Leiden.
Voll Wärme und Licht im Angesicht,
sei nahe in schweren Zeiten,

3) Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
sei mit uns vor allem Bösen.
Sei Hilfe, sei Kraft, die Frieden schafft,
sei in uns, uns zu erlösen,

4) Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
sei mit uns durch deinen Segen.
Dein Heiliger Geist, der Leben verheißt,
sei um uns auf unsern Wegen.

Segen

Es segne und behüte uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.